ViaEuropa Deutschland setzt auf dezentralen Glasfaserausbau

Die Brandenburger Neugründung ViaEuropa Deutschland plant nach dem Vorbild Schwedens den Glasfaserausbau zu beschleunigen. Der Glasfaserausbau soll dabei dezentral erfolgen, indem Kommunen und Gemeinden ihre Glasfasernetze selbst aufbauen. Mitgegründet wurde das Unternehmen von Anke Domscheit-Berg, die zugleich Geschäftsführerin des StartUp ist. Das Konzept hat sich in Schweden bewährt und dürfte in Deutschland ähnlich erfolgreich sein.

Wie Domscheit-Berg schreibt, habe Deutschland einen Breitband-Flickenteppich und es würde sich viel „Pseudo-Breitband“ darunter befinden. Sie nannte dabei das Vectoring der Deutsche Telekom AG, die ihre Kupferkabel mit Glasfaserleitungen verbinden und dafür bis zu 80 Prozent der Breitband-Förderung erhalten würde. Es sei jedoch schon lange Konsens, dass nur die Glasfaser den Datenströmen der digitalen Gesellschaft gerecht werden kann. Der Glasfaser-Anteil bei den Breitbandzugängen beläuft sich in Deutschland auf 1,2 Prozent, während in Schweden bereits 40 Prozent der Anschlüsse mit der Zukunftstechnologie arbeiten. Rund zwei Drittel aller schwedischen Kommunen verfügen Domscheit-Berg zufolge über ein eigenes Glasfasernetz.

Als Plattform-Anbieter möchte ViaEurope Deutschland mit der Marke OpenGiga die erforderliche Infrastruktur aufbauen. Basierend auf dem Netz sollen dann die Internetprovider ihr Breitbandangebot offerieren können. Die Anwender könnten dann selbst entscheiden für welchen Anbieter sie sich entscheiden. Das Glasfasernetz verbleibt bei den Kommunen. Nach acht bis zwölf Jahren hätten sich die Investitionen Daniel Domscheit-Berg zufolge rentiert.

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