Neben der Möglichkeit, über einen Vertrag mit einem monatlichen Festpreis zu surfen, zu telefonieren und SMS zu versenden, gibt es auch noch eine andere Variante: Prepaid-Karten gewinnen immer mehr die Oberhand. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene bevorzugen diese Variante der Kostenabrechnung. Kein Wunder, bietet Prepaid doch zahlreiche Vorteile. Der größte ist, dass man die volle Kostenkontrolle hat. Jeder bezahlt nur das, was er bezahlen möchte. Doch nicht immer ist ein Prepaid-Tarif günstiger als die Vertrags-Variante. Wer im Vorfeld einen Prepaid-Vergleich durchführt, kann sich jedoch einen günstigen Anbieter heraussuchen und schon bald die Telekommunikationswelt via Prepaid entdecken.

Was versteht man unter Prepaid?

Im Mobilfunkbereich werden heutzutage zwei Arten der Abrechnung angeboten: Die Nutzung über einen Vertrag und die Nutzung über Prepaid. Der aus dem Englischen stammende Begriff „Prepaid“ gibt das Motto dieses Zahlungsmodells bereits an: Bei der „Vorkasse“ wird im Voraus Guthaben gekauft. Dieses kann der Handybesitzer später nach eigenem Bedarf verbrauchen. Voraussetzung dafür ist eine so genannte SIM-Karte. Diese wird in den dafür vorgesehenen Platz ins Mobiltelefon gesteckt. Aufgeladen werden kann die Prepaid-Karte sowohl in Supermärkten und Kaufhäusern als auch an Tankstellen, über Geldautomaten und online. Die gängigsten Festbeträge, zwischen denen dabei gewählt werden kann, sind 15, 20, 30 und 50 Euro.

Was kostet Prepaid?

Zunächst einmal: Sie zahlen mit Prepaid nur das, was Sie tatsächlich verbrauchen. Wie hoch die Kosten pro SMS, pro Minute oder pro genutztem Datenvolumen sind, hängt jedoch davon ab, für welchen Anbieter man sich entschieden hat. Neben den großen Anbietern im Mobilfunkbereich gibt es auch noch spezielle Angebote von Discountern. BildMobil, Blau und Klarmobil bieten nicht nur Prepaid-Tarife an; gegen einen meist kleinen Aufpreis kann man auch noch eine SIM-Karte bestellen, sofern man noch keine besitzt. Das schafft Unabhängigkeit zu Telekom, Vodafone, E-Plus, O2 und den anderen großen Anbietern.

Ein Prepaid-Vergleich zwischen den einzelnen Anbietern ist sehr wichtig. Denn es gibt nicht nur Unterschiede was den Nutzungspreis anbelangt. Oftmals locken Rabatt- und Jubiläumsaktionen und geben einem die Möglichkeit, besonders günstig in die Prepaid-Welt einzusteigen. Die Augen offenhalten sollten Sie auch nach so genannten Startpaketen. In diesen ist die erforderliche Prepaid-Karte enthalten. Sehr oft gibt es dazu auch noch ein kostenloses Startguthaben.

Flatrates bei Prepaid-Anbietern

Eine Besonderheit unter Prepaid-Anbietern sind optional erhältliche Flatrates. Nur weil man sich gegen einen Vertrag entscheidet, heißt das ja nicht, dass man nicht sparen kann. Die meisten dieser Flatrates zeichnen sich dadurch aus, dass sie immer zum Ende des Monats gekündigt werden können. Somit passen diese Angebote perfekt in das Bild von Prepaid-Nutzern.

Ob sich eine Flatrate lohnt, muss individuell geprüft werden. Wer zum Beispiel sehr viel simst, kann mit einer monatlich kündbaren SMS-Flatrate einiges sparen. Weitere mögliche Flatrates beziehen sich auf

  • unbegrenztes oder zeitlimitiertes Telefonieren ins eigene Netz, ins deutsche Mobilfunk- oder Festnetz
  • Nutzung eines bestimmten Datenvolumens im Internet

Wie teuer die jeweilige Flatrate ist, hängt zum einen vom Anbieter ab, zum anderen davon, welche Produkte die Flatrate beinhaltet. Dabei gilt: Je mehr Funktionen, umso teurer kommt die Flatrate.

Welche Vorteile hat Prepaid?

Prepaid-Tarife bringen einige Vorteile mit sich. Lesen Sie hier, worauf Sie sich freuen dürfen, wenn Sie sich für die Prepaid-Nutzung entscheiden:

  • keine Grundgebühr: Während es beim Mobilfunkvertrag gang und gäbe ist, eine monatliche Fixgebühr zu bezahlen, sucht man diese bei Prepaid-Handys vergeblich.
  • keine Mindestlaufzeit: Wer einen Mobilfunkvertrag abschließt, ist meist über ein oder zwei Jahre an diesen gebunden. Das sieht bei Prepaid anders aus. In der Regel gibt es keine Mindestlaufzeit.
  • keine Anbieterbindung: Da es keine Mindestvertragslaufzeit gibt, kann der Prepaid-Anbieter bei Bedarf schnell gewechselt werden.
  • kein Mindestumsatz: Auch der Mindestumsatz, wie man ihn von einigen Mobilfunkverträgen kennt, ist beim Prepaid-Telefonieren nicht gegeben.
  • keine Bonitätsprüfung: Schließt man einen Vertrag ab, kommt es immer zu einer Bonitätsprüfung. Hat man einen negativen Schufa-Eintrag, ist es besser, sich für ein Prepaid-Handy zu entscheiden. Hier findet keine Überprüfung der Bonität statt.
  • Schutz vor hohen Kosten bei Diebstahl: Wird das Handy gestohlen, braucht man keine Angst vor hohen Kosten haben, die durch den Dieb entstehen. Sobald das Guthaben auf der Karte aufgebraucht ist, können keine weiteren Kosten entstehen.
  • volle Kostenkontrolle: Bei Prepaid-Tarifen gibt es keine bösen Überraschungen. Viele Eltern genießen mit Prepaid die Sicherheit, dass ihre Schützlinge nur zu einem vorher festgelegten Guthaben telefonieren.
  • Keine Schuldenanhäufung möglich: Prepaid-Nutzer können nicht ins Minus rutschen und damit keine Schulden anhäufen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass keine Premium-Dienste und Roaming in Anspruch genommen werden.
  • Vielfalt: Mittlerweile gibt es eine Vierzahl an Prepaid-Anbietern aus allen Netzen. Unterschiede gibt es bei Minutenpreisen und den Preisen für SMS. Aber durch Zusatzangebote, wie Datentarife und Flatrates, heben sich einige Anbieter positiv von ihrer Konkurrenz ab.

Welche Nachteile hat Prepaid?

Nicht für jeden eignet sich das Modell Prepaid. Es muss individuell abgewogen werden, wann ein Prepaid-Handy Sinn macht und wann vielleicht ein Mobilfunkvertrag die bessere Wahl ist. Die Auflistung folgender Nachteile kann dabei helfen, für sich selbst zu überprüfen, ob ein Prepaid-Handy die richtige Entscheidung ist:

  • Störende Guthabenaufladung: Bei einem Prepaid-Handy muss von selbst daran gedacht werden, das vorhandene Guthaben regelmäßig zu überprüfen und rechtzeitig aufzuladen. Bei einem Vertrag hingegen ist dies nicht der Fall.
  • Aufgebrauchtes Guthaben: Wer nicht rechtzeitig daran denkt, sein Prepaid-Guthaben aufzuladen, steht im Ernstfall ohne nutzungsfähiges Handy da. Das kann sehr ärgerlich sein, wenn man einen wichtigen Anruf tätigen möchte.
  • höhere Kosten: Auch wenn es mit einem Prepaid-Handy nicht möglich ist, Schulden zu machen, ist der Kostenfaktor ein wichtiger Punkt. Manchmal kann es günstiger sein, sich für einen Mobilfunkvertrag mit festlegten Funktionen zu entscheiden als jede Leistung einzeln zu bezahlen.
  • kein neues Handy: Bei Mobilfunkverträgen ist es üblich, das neueste Smartphone für einen geringen Aufpreis in Raten zu ergattern. Dies fällt beim Modell Prepaid meistens komplett weg.