Verspätungen bei Glasfaserausbau in Neuss

Der Glasfaserausbau in Neuss verzögert sich (wir berichteten vom 19.07.2016) ein wenig nach hinten und betrifft den Süden der Stadt. Zur Zeit beläuft sich die Bandbreite der dort verfügbaren Internetzugänge auf teilweise nur 2 Megabit pro Sekunde. Zum Jahresende 2016 sollte das Breitbandnetz basierend auf Glasfasertechnik bereits freigeschaltet sein, doch dieser Schritt erfolgte nicht und stellt Einwohner wie Unternehmen nun auf eine Geduldsprobe. Das Netz wird von dem Breitbandanbieter Deutsche Glasfaser aufgebaut und seitens der Firma wurden jetzt die Verzögerungen bestätigt.

Wie das Unternehmen erklärte, seien südliche Bereiche der Stadt Neuss mit in den Ausbauplan aufgenommen worden. Der Zeitplan wurde wegen dieses neuen Faktums angepasst, weshalb die Tiefbauarbeiten in Wehl und Speck erst bis Jahresende abgeschlossen sein sollen. Die Glasfaseranschlüsse sollen ab Ende Januar freigeschaltet werden.

Die Verzögerungen sind ärgerlich für alle Seiten, doch nach Fertigstellung des Glasfasernetzes werden alle Neusser mit mindestens 100 Megabit Bandbreite durch das Internet surfen können. Von der Bundesregierung wird im Rahmen des Förderprogramms mit 90 Prozent der Großteil der Investitionskosten für den Aufbau des Breitbandnetzes in Neuss übernommen. Im Jahr 2018 sollen nach den Zielvorgaben der Bundesregierung bundesweit alle Haushalte mit Breitband-Internet versorgt sein und sich die Bandbreite auf mindestens 50 Megabit pro Sekunde belaufen. Das Ziel gilt als sehr herausfordernd, besonders vor dem Hintergrund, dass Deutschland nach dem aktuellen European Digital Progress Report der EU im weltweiten Vergleich bei Glasfaser-Internet eines der Schlusslichter bildet und nur sehr langsam seine Position verbessert.

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