Neue LTE-Technik MulteFire soll WLAN Konkurrenz machen

Ein Industrie-Konsortium, bestehend aus den Unternehmen Qualcomm, Intel, Ericsson, Nokia, Huawei, Cisco Systems und weiteren Firmen haben mit MulteFire eine WLAN-Alternative entwickelt, die mit dem Mobilfunkstandard LTE arbeitet. Die erforderlichen Spezifikationen der Version 1.0 wurden bereits verabschiedet und MulteFire soll im Rahmen des Mobile World Congress 2017 in Barcelona vorgestellt werden. Im Gegensatz zu WLAN-Hotspots sollen die Basisstationen über eine höhere Kapazität verfügen und verbesserte Sicherheitsfunktionen vorhanden sein.

Zwischen Endgeräten und LTE-Mobilfunknetzen und der MulteFire-Infrastruktur soll ein unterbrechungsfreier Übergang möglich sein. Wenn zum Beispiel jemand telefoniert oder Daten per LTE übertragen werden, ist ein Wechsel in ein anderes Netz möglich und zwar ohne irgendeine Unterbrechung. Beim Wechsel zwischen den Mobilfunkzellen muss ebenfalls kein Verbindungsabbruch oder ähnliches befürchtet werden.

Die Entwickler von MulteFire möchten diese Technik auch Privatanwendern zur Verfügung stellen. Vor allem in anderen Umgebungen spielt die WLAN-Alternative ihre Vorteile aus, wie zum Beispiel an stark frequentierten Orten wie Zügen, Bahnhöfen, U-Bahnstationen oder einem Fußballstadion.

Die niedrigen Latenzzeiten sprechen ebenfalls für MutleFire, weil sie gegenüber WLAN geringer sind. MulteFire verwendet unlizenzierte Frequenzbereiche des Funkbereichs und zur Vermeidung von Störungen anderer drahtloser Infrastrukturen, bietet die WLAN-Alternative ein Feature, welches einen so genannten „Overhead-Traffic“ erheblich minimieren soll.

Seit der Abschaffung der Störerhaftung erlebt WLAN einen regelrechten Boom, weil damit relativ einfach funkbasierte Netze zur Breitbandversorgung aufgebaut werden können. Die Zeit wird zeigen, ob sich MulteFire gegenüber WLAN etablieren wird.

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