München richtet WLAN in Flüchtlingsheimen ein

Die Stadt München plant die Einrichtung von WLAN in allen Flüchtlingsunterkünften und betont, dass dies kein Luxus sei. Am Donnerstag wird der Sozialausschuss über den vorgelegten WLAN-Strategieplan des Sozialreferats beraten. Wie Sozialreferentin Dorothee Schiwy (SPD) sagt, sei das geplante WLAN kein Luxus. Ein Großteil der Flüchtlinge besitzt ein Smartphone mit denen sie mit ihrer Familie in Kontakt bleiben oder Nachrichten aus ihren Heimatland lesen. Das Internet diene Schiwy zufolge außerdem der Integration, weil Flüchtlinge zum Beispiel Angebote für Deutschkurse nutzen würden, sich über Bewerbungen informieren oder mit Behörden in Kontakt treten. Ein Netzzugang habe zudem positive Auswirkungen auf die Stimmung der Flüchtlinge.

Das städtische Funknetzwerk M-WLAN der Stadt München steht aktuell an 22 öffentlichen Plätzen zur Verfügung. In Zukunft soll es in Flüchtlingsunterkünften nutzbar sein. Sieben Pilot-Standorte wurden vom Sozialreferat ausgewählt, die sich aus den Unterkünften an der Schertlinstraße, Elsenheimerstraße, Hans-Thonauer-Straße, Burgauer Straße, Arnold-Sommerfeld-Straße und zwei Heimen an der Hofmannstrasse zusammensetzen.

Von dem WLAN würden bis zu 3350 Bewohner profitieren. Die Internet-Anbindung werden die Stadtwerke München übernehmen und der öffentliche Dienstleister it@M für den WLAN-Aufbau verantwortlich sein. Die einmalige Investition wird sich auf 120.000 Euro belaufen und ab 2017 werden jährlich 140.000 Euro an it@M für die Betriebskosten fällig. Alle weiteren rund 50 Unterkünfte für Flüchtlinge sollen in den nächsten Jahren einen WLAN-Zugang erhalten. Zur leben 12.000 Asylbewerber und 5400 Obdachlose in der bayerischen Hauptstadt. Auf mittlere Sicht soll jede Unterkunft einen Glasfaseranschluss erhalten und zusammen mit dem Neubau von Schulen soll das Bauvorhaben mindestens zwei Jahre dauern.

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