iOS 8: Neues Betriebssystem von Apple vorgestellt

Am Montag hatte Apple auf der jährlichen WWDC (Worldwide Developers Conference) ihr neues Betriebssystem iOS 8 vorgestellt. Die Präsentation zeigte viele Neuerungen, die für iPhone, iPad und iPod Touch Anwender im Herbst 2014 zur Verfügung stehen werden. Hier haben wir die Änderungen des neuen Betriebssystems für euch zusammengefasst.

Interaktive Benachrichtigungen mit iOS 8

Damit die Benachrichtigungen interaktiver werden, hat Apple hier einige Änderungen vorgenommen. Zum Beispiel können Nutzer mit iOS 8 nun in Zukunft auf eine SMS antworten, ohne dabei die Musik-Player Anwendung zu verlassen. So kann man weiterhin Musik hören, während man auf eine SMS antwortet. Mit einem Drop-Down Menü kann eine empfangene Nachricht samt Tastatur geöffnet werden, um anschließend eine Antwort zurückzuschicken.

iCloud Drive mit Synchronisation

Apples iCloud Drive soll ähnlich wie Google Drive oder Dropbox funktionieren und wird somit Dateien geräteübergreifend bereitstellen. Zudem möchte Apple ermöglichen, dass Dateien direkt auf der iCloud Drive bearbeitet werden können und synchronisiert werden, so wie es zum Beispiel auch die Karussell-App von Dropbox ermöglicht. Sollte man ein Dokument in iCloud Drive beispielsweise mit dem GoodReader öffnen, so synchronisiert iOS 8 automatisch alle Änderungen und speichert diese direkt in die Datei auf dem Cloud-Speicher. Natürlich können diese Bearbeitungen auch an Fotos oder anderen Dateien vorgenommen werden und ermöglichen so auch das schnelle Bearbeiten vom Mobilgerät aus. Zudem werden von Apple Preise zum iCloud-Speicher verkündet. Die ersten 5 Gigabyte seien kostenlos, für 20 Gigabyte müsste man 0,99 Dollar und für 200 Gigabyte 3,99 Dollar im Monat bezahlen.

Nahtlose Kommunikation mit Mac OS X „Yosemite“

Das neue mobile Betriebssystem iOS 8 soll auch mit dem Desktopbetriebssystem Mac OS X „Yosemite“ nahtlos kommunizieren können. Wer eine E-Mail auf seinem iOS-Gerät verfasst, kann die Entwürfe direkt mit dem Mac-Gerät synchronisieren. Auch Dokumente die beispielsweise mit iWork-Suite bearbeitet werden, können nahezu ohne Verzögerung direkt auf den anderen Geräten weiterbearbeitet werden. Auch das Übertragen von Daten mithilfe des AirDrop’s soll nun ohne Schwierigkeiten und schnell ablaufen können, wodurch eine nahtlose Kommunikation zwischen iOS und Mac OS entsteht.

Großes Update für native SMS-App

Die native SMS-App sei laut Apples Software-Chef Craig Federighi auch die meistgenutzte App und soll nun auch ein großes Update bekommen. Die neue Funktion namens „Quicktype“ soll es Nutzern ermöglichen, schnellere Autokorrekturen zu bekommen. Die Funktion überprüft, wie der Nutzer mit den anderen Nutzern schreibt, sodass die richtigen Wörter für die richtige Person gewählt werden. Außerdem wird nun die Funktion bereitgestellt, Gruppenkonversationen mit einem einzigen Knopfdruck zu entfernen oder bei Bedarf Stumm zu schalten, wie man es auch von der App WhatsApp kennt. Auch eine neue Funktion ist das Senden und Teilen des eigenen Standortes sowie Audio- und Videoinhalte. Sprachnachrichten können außerdem mit einer speziellen Funktion übersendet werden, neben der Funktion des Gedrückthalten des Mikrofons können Benutzer auch direkt vom Lockscreen aus die Nachrichten abhören und antworten, in dem sie das iOS-Gerät an ihr Ohr halten.

Alle freigegeben Videos, Fotos, usw. werden an einem Ort gruppiert, wo der Benutzer mit einem Klick die Inhalte aufrufen kann. Zudem soll iOS 8 hier eine Snapchat-ähnliche Funktion bieten, die die platzfressenden Dateien wie Videos und Fotos nach einer bestimmten Zeit löschen wird, bei Bedarf kann hier auch die Ortsfreigabe beschränkt werden.

Thema Gesundheit entspricht Erwartungen

Obwohl mehr erwartet wurde, entsprachen die Vorstellungen wohl trotzdem den Erwartungen. Hier stellte Apple den Dienst „HealthKit“ sowie eine dazu entsprechende App namens „Health“ vor. Die Funktionen arbeiten mit verschiedenen Fitness-Trackern sowie Geräten von Withings, Fitbit, Jawbone und Nike zusammen und können somit Daten zur Atmung, dem Herzschlag oder den Blutdruck des Nutzers ermitteln und auswerten. Desweiteren kündigte Apple an, dass sie einige Kooperationen mit Krankenhäusern eingehen werden, damit diese die Daten des Patienten mithilfe des HealthKits erfassen können und für Untersuchungen nutzen können.

Teilen mit der Familie

Mit dem iOS 8 will Apple auch eine Neuerung einbringen, die es Familienmitgliedern ermöglicht, Zugriff auf geteilten Fotos, Videos, Kalendereinträge, usw. zu erlangen, aber das ist noch nicht alles. Auch bereits erworbene iTunes-Songs, E-Books und sogar Apps können innerhalb der Familie geteilt werden. Das ganze hat allerdings die Voraussetzung, dass alle Konten die gleiche Kreditkarte im App-Store nutzen. Bis zu sechs Familienmitglieder können die geteilten Inhalte dann voll und ganz nutzen. Zudem können Eltern auch überprüfen, welche Produkte das eigene Kind aus dem App Store kaufen möchte und können dann bestimmen, ob sie zustimmen oder nicht. Natürlich können Sie auch bei Bedarf den erworbenen Inhalt selbst nutzen.

Auch der App Store mit Änderungen

Wie es auch bei Google Play Store üblich ist, werden auch bei Apples App Store einige Anwendungen ein Logo bekommen. Bei Android kennt man es mit der Markierung „Empfehlung der Redaktion“, auch Apple will eine ähnliche Funktion einrichten. Entwickler können nun auch Bündel von Apps anbieten, wodurch iOS Nutzer in Zukunft günstiger an einigen Apps kommen sollten. Mit dem App Store können Entwickler nun auch Betatests durchführen und dabei auch auf die Hilfe der Nutzer zählen. Außerdem wird Apple mit zahlreichen neuen APIs für Entwickler und Widgets für die Benachrichtigungszentrale nachrücken. So sollen beispielsweise iOS-Anwender in Zukunft direkt vom Notification-Center auf einen Ebay-Artikel bieten können.
Apple kündigte auch an, dass Apps nun auch andere App Dienste bereitstellen können. Zudem wurde mit dem angekündigten HomeKit auch eine API zur Steuerung von Smart-Home Geräten angekündigt, zu dem auch Garagentore, Thermostate und weitere steuerbare Heimgeräte gehören. Auch Siri soll bei der Smart-Home Steuerung mit einbezogen werden, so können Anwender zum Beispiel mit einem Sprachbefehl das Garagentor öffnen oder alle Lichter ausschalten. Ob das HomeKit auch für Googles Nest laufen soll ist bis jetzt nicht bekannt.

Weitere Änderungen für bessere Anwendung

Apple hat zudem noch einige Änderungen an die hauseigene Sprachassistentin „Siri“ vorgenommen. Wer mit iOS 8 nun „Hey Siri“ sagt, wird automatisch den Sprachassistenten aktivieren. Desweiteren soll eine Shazam-Integration das Erkennen von Liedern ermöglichen, die dann auch gleich im iTunes über Siri gekauft werden können.
Apple lockert außerdem einige Beschränkungen von iOS 8 wodurch Nutzer nun auch Anwendungen von drittanbieten nutzen können. Wer zum Beispiel Apples Tastatur nicht mag und mehr oder andere Funktionen wünscht, kann nun ohne Beschränkung eine gewünschte App installieren. Wie schon vermutet soll auch der Fingerabdruckscanner „Touch-ID“ für Drittanbieter zur Verfügung stehen, weshalb wir uns hier schon mal auf einige interessante Apps einstellen können.

Design baut auf iOS 7 auf

Mit dem iOS 8 stellt Apple besonders viele neue Funktionen bereit und hat keinen radikalen Designumbruch wie zuvor durchgeführt, denn das Design von iOS 8 baut sehr stark auf das Design von iOS 7 auf. Apples neues Betriebssystem iOS 8 soll im Herbst diesen Jahres erscheinen und wird ab dem iPhone 4S, dem iPad 2 und dem iPod Touch der 5. Generation lauffähig sein.

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