Google Access prüft Einsatz von Richtfunk

Das Unternehmen Google Access, eine Tochterfirma des Google-Mutterkonzerns Alphabet, prüft den Einsatz von Richtfunk als Alternativ zur Glasfasertechnik, berichtete der verantwortliche Manager Craig Barrett gegenüber dem Blog Recode im Rahmen eines Interviews. Google würde seinen Angaben zufolge mit unterschiedlichen Funktechniken experimentieren.

Das Google Access Projekt Google Fiber verbindet zahlreiche Städte per Glasfaser miteinander und biete mindestens 100 Megabit Bandbreite. Wie Barrett weiter ausführt, soll sich Google Access zu einem realen Geschäft entwickeln. Zur Zeit sind 22 US-Städte darunter Chicago, San Francisco und Los Angeles mit Google Fiber versorgt.

Eine Richtfunkanbindung soll Barret nach besonders in Wohn- und Bürovierteln eingerichtet werden. Vor allem Regionen mit geringerer Besiedlungsdichte sollen von der Richtfunktechnik profitieren. Seine Gratisoption hat Google Access abgeschafft und aus diesem Grund müssen sich Kunden bis Mitte Mai für einen der angebotenen Tarife ab 50 US-Dollar monatlich entscheiden. Einen kostenlosen Internetzugang sollen ausschließlich nur noch Sozialwohnungen erhalten. Google Fiber entwickelt sich zu einem echten Geschäftsmodell.

Der Test der Richtfunktechnik deutet auf einen eventuell landesweiten Ausbau der Breitbandnetze durch Google hin. Im Vergleich zur Glasfasertechnik sind die Investitionen beim Richtfunk deutlich geringer, weil keine kostenintensive Tiefbauarbeiten erforderlich sind. Die Richtfunkantennen werden bei Google Fiber mit dem Glasfasernetz verbunden.Das Breitband-Internet könnte sich mit eigenen Tarifen für Google zu einem wichtigen Standbein neben dem Werbegeschäft entwickeln.

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