Gemeinde Icking baut Glasfasernetz

Die Gemeinde Icking im Isartal hat mit dem Aufbau eines eigenen Glasfasenetzes begonnen, wovon die rund 3600 Einwohner des Ortes nach Abschluss der Bauarbeiten profitieren werden. Icking wird die erste Gemeinde im Landkreis sein, die Bandbreiten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde bieten wird. Die Baukosten für das Glasfasernetz werden sich auf 6,6 Millionen Euro brutto bzw. 5,3 Millionen Euro nach Steuern belaufen, wie die Breitbandinitiative Icking Anfang November 2016 mitteilte.

Im Juli sind die Tiefbauarbeiten und Glasfasereinblasarbeiten für zusammen 5,8 Millionen Euro vergeben worden, hinzu kamen Materialkosten von 700.000 Euro. Die Tiefbaukosten waren höher als veranschlagt, doch auch vergleichbare Projekte in der Region verzeichneten hier einen unerfreulichen Kostenanstieg von 30 Prozent.

Die Ickinger Bürger werden bis Ende 2018 mit bis zu 200 Megabit Bandbreite per Glasfaser durch das Internet surfen können. Bayrische Kommunen setzen verstärkt auf das Modell FTTB, bei der die Glasfaserleitung bis in das Haus verlegt wird und in einer hohen Bandbreite resultiert. Der Vorteil eines eigenen Glasfasernetzes bedeutet für Gemeinde eine Unabhängigkeit von einem Netzbetreiber. Als Netzeigentümer wird das Breitbandnetz an einen Provider vermietet, der den heimischen Bürgern und Unternehmen anschließend Breitbandtarife anbietet.

Der Freistaat Bayern fördert den Breitbandausbau und rund 96 Prozent aller Gemeinden sind in das Förderverfahren eingestiegen und rund 50 Prozent aller bayrischen Kommunen erhielt bereits eine Förderzusage.

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