DLR erprobt Super-WLAN auf Schiffen

Vor Helgoland hat das DLR-Institut für Kommunikation und Navigation zwei Schiffe getestet, die mit Super-WLAN ausgerüstet wurden. Bei den Schiffen handelte es sich um die »Neuwerk« des Wasser- und Schifffahrtsmuseums Cuxhaven und die »Hermann Marwede« der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.

Das Forscherteam an Bord der Schiffe sendete und empfing Daten im Breitbandbereich, wobei sie die Auswirkungen von Wellen und Schiffskörpern auf die Datenübertragung analysierten. Die Sendeleistung von Super-WLAN beläuft sich auf 20 W und resultiert in einer besonders hohen Reichweite. Im Test wurden 34 Kilometer geschafft und dafür verantwortlich ist auch das breite Frequenzband von 120 Megahertz. Die Datenübertragung erfolgt im 5 GHz-Bereich und in diesem Bereich funken auch WLAN-Router.
Basierend auf den Testergebnissen planen die Wissenschaftler große Datenmengen mit einer Bandbreite von 10 bis 50 Megabit pro Sekunde störungsfrei zu übertragen. Der Einsatz der neuen Technologie zur drahtlosen Datenübertragung ist gefragt, weil damit zum Beispiel in einem Notfall ein Seenotkreuzer bereits im Vorfeld per Video medizinische Anweisungen übermitteln könnte. Auf der anderen Seite könnte die Bundespolizei die Daten eines verdächtigen Schiffs und seiner Besatzung per Super-WLAN den Schiffen in der Nähe mitteilen.

Nach Abschluss der Tests dürfte es nicht mehr lange dauern, bis erste Schiffe mit Super-WLAN ausgestattet werden. Der Einsatz von Breitbandtechnik auf hoher See verbessert die Möglichkeiten der Seenotrettung und der gesamten heutigen Seefahrt.

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