TU München erreicht 1 Terabit Bandbreite

Die Technische Universität München (TU München) konnte in einem Feldversuch zusammen mit den Nokia Bell Labs und dem Labor der Deutsche Telekom AG eine Rekord-Bandbreite von 1 Terabit pro Sekunde erreicht werden. Die erzielte Datenrate ist knapp an der Grenze zum theoretischen Maximum der optischen Datenübertragung per Glasfaser.

Das Ziel des Feldversuchs bestand darin, zu beweisen, dass sowohl die Flexibilität als auch Leistungsfähigkeit von Glasfasernetzen gesteigert werden kann, bei dynamischer Anpassung der Übertragungsraten, indem das Probabilistic Constellation Shaping (PCS) genutzt wird. Bei dem Test wurde das Glasfasernetz der Telekom genutzt.

Die so genannte Shannon-Grenze, die das theoretische Maximum eines optischen Kanals beschreibt, wurde bei dem Test fast erreicht. Nach dem erfolgreichen Feldversuch soll PCS für den Praxiseinsatz getrimmt werden. Der Einsatz von PCS sorgt für eine Steigerung der Flexibilität, erhöhte Reichweite und einer besseren Ausnutzung der theoretischen Leistungskapazitäten.

Vor vier Jahren erreichte der chinesische Netzwerkausrüster ZTE im Juli 2012 ebenfalls in einem Feldtest eine Bandbreite von 1 Terabit pro Sekunde. Getestet wurde in einem Testnetz welches acht deutsche Städte mit Breitband versorgte und einem namentlich nicht genannten großen Anbieter gehörte. Im Gegensatz zum Breitbandtest der Chinesen erfolgte der aktuelle Feldversuche unter „realen Bedingungen“ und verlief ebenso erfolgreich. An der TU München befindet sich derzeit mit RateX eine Technologie in der Entwicklung, die in 10 bis 15 Jahren einsatzbereit sein und für funkbasierte Kurzstrecken und Glasfaserleitungen geeignet sein soll.

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