Deutsche Telekom AG – Breitbandausbau per Horizontal-Bohrung

Der Bonner Telekommunikationskonzern Deutsche Telekom AG setzt beim Breitbandausbau auf das neue Bohrverfahren Horizontal-Bohrung, bei dem in 1,2 Meter Tiefe ein Tunnel von 400 Metern Länge in Simonswald gebohrt wird. Das Glasfaserkabel wird anschließend in den Tunnel eingezogen. Das Bohrverfahren erlaubt es, Glasfaserkabel unter einer befahrenen Landstrasse zu verlegen und vermeidet eine wochenlange Behinderung des Verkehrs.

Der Ort Simonswald liegt in Baden-Württemberg und der dortige Netzwerkausbau im Landkreis wird vom Bund mit 3,955 Millionen Euro gefördert. Im Landkreis Emmendingen werden über 68.000 Haushalte und örtliche Firmen von einem Breitbandzugang profitieren, indem 306 Kilometer Glasfaser verlegt werden. Der Breitbandausbau soll bis Sommer 2018 abgeschlossen sein und 95 Prozent der Haushalte versorgen. Die Bandbreite beläuft sich auf 30 bis 200 Megabit pro Sekunde.

Die Telekom setzt beim Aufbau ihres Glasfasernetzes im Landkreis Emmendingen auf Vectoring und FTTH. In Neubaugebieten werden die Glasfaserleitungen bis ins Haus verlegt und in anderen Regionen wird auf Vectoring gesetzt. Der Nachteil von Vectoring ist die eingeschränkte Bandbreite von maximal 200 Megabit pro Sekunde, doch die Telekom arbeitet daran die Datenrate durch eine technische Weiterentwicklung zu erhöhen. Die Wettbewerber wie die Deutsche Glasfaser arbeiten beim Breitbandausbau mit Microtrenching bei dem die Glasfaserleitung nur 40 Zentimeter unter der Erde verlegt werden. Die Vorteile der beiden neuen Bohrverfahren resultieren in geringeren Tiefbaukosten gegenüber dem klassischen Verfahren.

1 Kommentar

  1. Vor Jahren habe ich einmal eine Tarifergänzung beantragt und plötzlich wurde anstatt nur die Ergänzung wirksam werden zulassen der Anschluss abgeschaltet und war nicht mehr erreichbar. Allerdings nach diversen Telefonaten wurde das Problem am anderen Tag (ein Samstag) gelöst. Abgesehen davon, aufgrund leidvoller Erfahrungen bei diversen Kunden mit viel unglaublicheren Geschichten könnte mich nichts dazu bewegen meinen Anschluss z. B. bei Arcor zu beantragen. Einige andere Provider haben auch so diverse Probleme.

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